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Thema: Wo ist das Geld ? Wer hat es ?

  1. #1

    30 Jahre alt
    aus Wilhelmshaven
    103 Beiträge seit 01/2009

    Wo ist das Geld ? Wer hat es ?

    Wo ist das Geld ? Wer hat es ?

    Hypo Real, Landesbanken- falsche Spekulationen -Bankenpleiten der Staat pumpt Mrd. in die Banken- wo bleibt eigentlich das ganze Geld ?- es ist ja nicht weg- sondern gehört nur jemand anderem. Ist das Geld in Immobilien (Häusern)- Autos oder wie ? Ich bin da echt ein Laie aber mich interessiert das grade echt. Auch würde ich das gerne mal für die USA wissen- Lehmann Zertifikate- wer gewinnt das Geld ? Über ein paar Ideen - Vermutungen würde ich mich freuen.

  2. Nach oben    #2

    35 Jahre alt
    aus spaß hau ich jetzt mal den kopp auf die tastatur: mhjnb
    520 Beiträge seit 04/2003
    um es ganz kurz zu machen:

    das geld existiert nicht. und das vernichtete geld hat so gesehen auch nie existiert als münzen und scheine, und es hat sich deshalb auch nicht "in luft aufgelöst", wie es so oft heisst. sowohl die kredite der geplatzten kapitalblasen, als auch die gewährten staatsanleihen, das gesamte geldsystem ist de fakto "fiktives kapital" und steht mit dem warenkreislauf, also dem kauf und verkauf von autos, häusern usw. insofern in verbindung, damit ein konsum-kreislauf am leben erhalten werden kann, der sich nicht aus sich selbst heraus trägt. deswegen "erfindet" man einfach kapital und pumpt dieses in reale wirtschaft, und schaufelt sich bzw. dem kapitalismus eigentlich sein eigenes grab, wenn es nach der theorie ginge. in der praxis funktioniert das allerdings schon mindestens 30-40 jahre und wird mit den neuen billionen, die jetzt erfunden wurden auch nochmal ein paar jährchen weiter gehen, aber irgendwann schließt sich der kreis und nach und nach müssten dieser praxis zurfolge entweder der staat isolvenz anmelden oder die wirtschaft zusammenbrechen und damit die bürger verelenden.

    von meinem geschreibe allein kannst du jetzt erstmal nicht viel kapiert haben. um die zirkulationsprozesse im kapitalismus nachvollziehen zu können, bzw. was eigentlich "geld" ist, müsstest du, so leid es mir tut wirklich einfach mal was lesen. z.b. marx-das kapital (ja so klischeehaft das klingen mag, aber sein werk gilt nunmal nicht nur unter linksradikalen als präzise analyse und maßgebendes standartwerk) oder du befasst dich mit texten der "krisis" oder michael heinrich

  3. Nach oben    #3

    30 Jahre alt
    aus Wilhelmshaven
    103 Beiträge seit 01/2009
    wow. vielen Dank soweit. Interessant. Glaube ich Dir alles, wird wohl so stimmen- ganz verstehen tu ich das noch nicht so richtig.

    Ich dachte so: Geld entsteht durch Arbeit. Geld ist Tauschmittel. Ich putze Dein Auto- ich bekomme dann von Dir Geld. So wars ja früher auch. Hinter jedem Geld das ich auf dem Konto habe, der Staat, Firmen muss es ja wenn es kein Kredit ist etwas an Gegenwert per dato dagegenstehen. Wenn ich spare- das Geld was dann daraus kommt- wurde ja alles mal erwirtschaftet, durch meine Arbeit. Heute noch ist doch z.B. das Staatsgeld was im Umlauf ist auch in den USA (also die Scheine+Münzen) abgedeckt (der Gegenwert) in Gold. Das Geld muss ja geliehen werden- ich kanns ja nicht selbst erfinden und drucken- das kostet Zinsen+ Tilgung. Wenn ich mir immer mehr Geld leihe (Kredit) und spiele damit rum (spekuliere damit) und es geht schief bin ich am Arsch (Bankrott) jedoch der der das Geld von mir bekommen hat- ist reicher geworden- so dachte ich. Ich kann ja auch mit geliehenem Geld ins Kasion gehen und spekulieren- ich gehe als Millionär oder als armer Schlucker- aber das Geld hätte dann ja die Spielbank und meine Schulden wären bei der Bank. Haben diese "Aktienspekulationen+Hedge-Fonds etc.+ dieser neumoderen Kreditspekulationsgewinn- Unternehmungen) überhaupt noch etwas mit Arbeit zu tun ? Oder sind das Luftnummern- da wird rumspekuliert wie im Casino ?"
    Wie will man das was da abläuft überhaupt noch in eine Formel packen um betriebswirtschaftlich zu rechnen ? Das Geld ist ja schon real und tut weh- wenn man es verliert- es sind ja Zahlen auf dem Papier- die Schuldenuhr beim Bund der Steuerzahler ist ja reel und das Geld muss zurückgezahlt werden die 50 Milliarden Euro- das Geld muss der Bund ja aufnehmen und zurückbezahlen- und wer profitiert davon. Auch USA- Leute die kein Geld haben kaufen Häuser auf Kredit- klar selbst sind die dann am Arsch wenn se den Kredit nicht mehr zahlen können- aber das Haus wurde ja reel gebaut und steht dort als Klinker-Massivhaus. Die werte sind ja da. Verdient hat dann ja die Bank. Ach komplizierte Geschichte. Ihr könnt ja mal eure Lehrer danach fragen.

  4. Nach oben    #4

    35 Jahre alt
    aus spaß hau ich jetzt mal den kopp auf die tastatur: mhjnb
    520 Beiträge seit 04/2003
    puh, harte sache, also zuerst mal solltest du dich von der illusion verabschieden, dass du einfach eine arbeit ablieferst und dann bekommst du deinen anteil für das was du geleistet hast. wenn es so wäre, dann könnte derjenige, welcher dich bezahlt am ende keinen gewinn machen und das kapitalistische prinzip würde nicht greifen, denn wie du richtig erkennst: durch arbeit wird im endeffekt alles erwirtschaftet. so lässt sich das zumindest aus der marx´schen mehrwerttheorie ableiten, aber dazu vlt. später.

    außerdem wird nicht real existentes geld verliehen, sondern das geld wovon die bank denkt, dass sie es bald zurückgezahlt bekommt, was sie aber noch nicht hat (aber sie hat einen "future" drauf), und zwar von jemandem zurückgezahlt bekommt, der sich von dieser bank selbst wiederrum geld geliehen hat, was auch nur als bald zurückbezahltes geld für die bank nur fiktiv existiert hat, also der future auf den future auf den future usw.
    du siehst geld muss nicht existieren, um es verleihen zu können. das wird dann in der realwirtschaft investiert und gewinn damit gemacht. eigentlich ist der gesamte kapitalismus seit den 70ern eine riesige fake-veranstaltung, komplett aus fiktivem kapital bestehend.

    das ist aber keine böse sache der spekulanten und casino-banker, sondern ganz normales kapitalistisches profitstreben. im gegenteil, hätten die banken nicht so handeln können, wie sie es getan haben in den letzten dreißig jahren (also mit futures kredite vergeben), hätten wir kein wachstum und keinen wohlstand erwirtschaften können.
    denn in den letzten 50 jahren ist folgendes passiert: erstmal gab es nach dem 2. weltkrieg eine boomphase, denn krieg ist gut für die wirtschaft der länder die ihn führen, bzw., mit denen wirtschaftliche bündnisse haben die sie besiegt haben (wie z.b. westdt.). so gab es in den 25 nachkriegsjahren erstmal weltweit eine phase der vollbeschäftigung und des relativen wohlstands in allen industrienationen. diese industrielle epoche endete aber in den 70ern. um zu erklären warum, muss man etwas weiter ausholen...
    mal angenommen ich will autos bauen (gutes beispiel für die sechziger) und als konzern investiere ich in bauteile, das grundstück und eine fabrik und natürlich arbeiter, die alles zusammenschrauben. das kostet mich dann sag ich mal 5000 euro um ein auto herzustellen. jetzt muss ich es für mehr als 5000 verkaufen und für weniger als 6000, weil dann wäre mein auto über marktwert und ich werde es nicht los. ich biete es für 5900 an-->gewinn 900. jetzt hat aber jmd. einen roboter erstellt, der die arbeiter ersetzt, also schmeiß ich alle raus und stell einen techniker dafür ein, der sorgt dafür, dass der roboter läuft. jetzt kostet mich ein auto nur noch 4000, also 1900 gewinn. in den 70ern enstand ausgehend vom silicon valley und japan die sogenannte mikroelektronische revolution. arbeitsabläufe wurden durch die neue computertechnik automatisiert und arbeitnehmer überflüssig gemacht. problem war dabei nur: wer sollte die autos kaufen, wenn arbeitnehmer in massen entlassen wurden und die löhne der übrigen massiv gedrückt wurden. jedenfalls hatte der industriekapitalismus ein absatzproblem und fand keine anlagemöglichkeit mehr. die postindustrielle epoche begann.

    daher entwickelten sich neue märkte und sehr naheliegend war in zeiten stagnierender weltwirtschaft der finanzmarkt. der funktioniert genauso wie jeder andere markt. geld wird investiert (als kredit verliehen), es wird mehr geld draus gemacht (investiert in die "realwirtschaft") und ich als bank mache profit damit, dass ich die zinsen kassiere. zugleich wurden überall auf der welt die geschäftsbedingungen liberalisiert um neue investitionsgelegenheiten und märkte zu schaffen, worin investiert werden konnte. gesundheits- u. bildungswesen und sozialwesen, gefängnisse, sicherheitsdienste, alles wurde zum markt durch privatisierung. eine andere möglichkeit gab es nicht. denn es braucht immer weiter anlagemöglichkeiten für das kapital, also neue märkte, auf denen aus vorhandenem kapital mehr kapital erwirtschaftet werden kann, sonst kein wachstum und alles bricht nach kapitalistischer logik zusammen.
    die banken haben dabei das geld rangeschafft für diese investitionen in die neuen märkte und sie haben durch ihre "future-trades" dafür gesorgt, dass auch jeder zu seinem kredit kam um die wirtschaft am laufen zu halten, obwohl erstmal noch kein pfennig de facto zurückgezahlt war. hätten sie solange gewartet, hätte das die weltwirtschaft niemals am laufen halten können.

    du siehst also die trennung zw. "finanzwirtschaft" und "realwirtschaft" ist irreführend. um es mit ernst lohoffs worten auszudrücken: "Der Kollaps der Finanzmärkte belastet heute die Realökonomie. Aber nicht in dem Sinn, wie ein mitgeschlepptes Klavier jeden Spaziergang zur Qual macht, sondern eher in der Weise, wie die Explosion von zwei, drei Triebwerken Flugzeugpassagiere belastet".
    tja und nun? nun wird halt widerrum den banken fiktives geld bereitgestellt, und die staaten die dann selbst irgendwann so hoch verschuldet sind, dass ihnen dann wiederrum keiner mehr geld leiht, müssen sich das von den menschen holen, die in ihm leben. der lebensstandart müsste der theorie nach in den nächsten jahren mittelfristig extrem sinken, firmen und nationalökonomien müssten zusammenbrechen bzw. staaten müssten in scharen staatsbankrott anmelden. allerdings ist dem kapitalismus schon oft der untergang nachgesagt worden und er hat vieles überlebt, da er hohe wandlungsfähigkeit besitzt. zur not erhält sich das prinzip der gewinnmaximierung durch repressive armutsverwaltung mittels polizei und militär, wie heute bereits in ärmeren ländern zu beobachten ist. naja jedenfalls könnte es ziemlich rund gehen.

  5. Nach oben    #5

    30 Jahre alt
    aus Wilhelmshaven
    103 Beiträge seit 01/2009
    Wow. Danke für Deine Mühe. Ich sehe Du bist ein Experte. Studierst Du BWL ?
    oder wie kommt man zu solchem Wissen. Wahnsinn.

    Ja, Staatsbankrott gibt es ja Südamerika, Afrika (arme Länder). Deutschland war ja auch schon zwei mal dieses Jahrhundert pleite, aber weil BRD gute Industrie hat und gebildete Leute- zahlen die Unternehmen steuern und das rettet einem vor dem Bankrott. Die Wahrscheinlichkeit (habe mal geschaut)
    sehr hoch Ukraine, Argentinien . Deutschland ist auf dem letzten Rang. Ziemlich unwahrscheinlich. Ach ja Island war auch oben. Gehört schon was dazu da durchzublicken. Sind Banken eigentlich die Bösen, wie Berholt Brecht das mal sagte. Weil die Bank lehnt sich zurück- sagt hier das Geld mach mal.Die Bank arbeitet nicht hart- ich als Unternehmer schon. Gehe ich Pleite bin ich als Unternehmer am Arsch- die Bank kompensiert das doch irgendwie wieder. Wenn ich einen Kredit nicht zurückzahle, tut einer Sparkasse das überhaupt richtig weh ? Gibt ja auch Leute, Experten die fordern man sollte die Zinsen fürs Geld horten verbieten. Ich als Laie finde es schon doof- sorry- ich muss hart arbeiten und Leute die 5 Millionen auf der Bank liegen haben müssen nicht arbeiten- lassen das Geld für sich arbeiten- bisschen unfair für mich. Naja, mich würde mal interessieren in dieser Krise jetzt ging so viel Geld verloren- gab es eigentlich auch Gewinner ? Leute die von der Wirtschaftskrise profitieren ?

  6. Nach oben    #6

    aus gemachter weltraumreisender
    1.543 Beiträge seit 06/2004
    alles quatsch, das geld hat nun halt jemand anderes, so einfach ist das

  7. Nach oben    #7

    30 Jahre alt
    aus Wilhelmshaven
    103 Beiträge seit 01/2009
    ja drunkenP, so sehe ich das leider auch.

  8. Nach oben    #8

    35 Jahre alt
    aus spaß hau ich jetzt mal den kopp auf die tastatur: mhjnb
    520 Beiträge seit 04/2003
    ihr stellt euch leider immer die sache "geld" als etwas unveränderliches vor. geld existiert im allgemeinen nicht in form von barem, das ist eher die ausnahme, sondern als abstrakter wert in form von konten und bilanzen. mit wert ist eben gemeint, dass es ein relativer bezugspunkt zu den realen waren darstellt, die im wirtschaftskreislauf sich befinden. um alles mit allem tauschen zu können und eben auch unabhängig von ihrem nutzwert den waren einen abstrakten tauschwert zuschreiben zu können, die dann gehortet, verknappt, verkauft, gekauft...kurz auf einem markt gehandelt werden kann, braucht es das allgemeine tauschmittel geld.ein universeller platzhalter der die den tauschgegenstand zur ware macht, und den nutzwert vom tauschwert trennt. welches den gegenstand unabhängig davon, ob der der ihn bekommt ihn auch brauchen kann oder der der ihn los wird benötigte auch zu etwas wert-vollem werden lässt.

    damit wird recht deutlich dass ein bestimmter geldwert keineswegs eine natürliche eigenschaft der flasche wein im supermarkt ist, sondern nur einer, der durch die produktions- und marktprozesse bestimmt ist, sich mit diesen völlig ändern kann und völlig unabhängig vom tatsächlichen gebrauchswert steht. geld ist nicht einfach da als eine untrennbare urmasse und wird einfach auf verschiedene positionen verteilt. es steht immer im verhältnis zur ware und dementsprechend lässt sich das was beim geldautomat rauskommt in papierschnipseln oder eben im gold aufwiegen.

  9. Nach oben    #9

    30 Jahre alt
    aus Wilhelmshaven
    103 Beiträge seit 01/2009
    ja, so ist es. Habe grade den Spiegel gelesen "Wann ist der Staat eigentlich pleite ?" war ganz nett, zusammenfassend kann man sagen was Deutschland und die USA an Geld raushauen- ein kleines Entwicklungsland wäre jetzt pleite.
    Der Staat so stand da muss (muss !!!) seine Schulden begrenzen, auch Deutschland. Noch ist USA gefragt die Staatsanleihen- sollte die keiner mehr wollen- kein Vertrauen etc. hätte man einen Supergau laut Experten. Naja Deutschland kriegt günstiges Geld und sehr viel weil guter Schuldner im übrigen haben kleine Länder (Entwicklung) gar keine Chance mehr Geld zu kriegen.

  10. Nach oben    #10

    36 Jahre alt
    aus Desoxyribonukleinsäure
    1.888 Beiträge seit 09/2001
    mich erreichte folgende Geschichte:


    Wenn Ihr die zur Zeit stattfindende Finanzkrise noch nicht verstanden habt, dann lest weiter - und Ihr werdet verstehen:

    1) Vor langer Zeit verkündete ein Mann in einem indischen Dorf, dass er jeden Affen für 10 $ kaufen würde.

    2) Die Dorfbewohner wussten, dass es im Wald sehr viele Affen gibt. Und so gingen sie in den Wald und fingen Affen.

    3) Der Mann kaufte dann die ganzen Affen für den versprochenen Preis.

    4) Als sich somit der Affenbestand verringerte, suchten die Dorfbewohner nicht mehr sehr fleißig und gingen lieber ihrer alten Arbeit nach. Daraufhin versprach der Mann, jeden Affen für 20 $ zu kaufen. Das hat die Menschen angemacht, und sie gingen in den Wald und suchten und suchten.

    5) Bald darauf sind die Affen im Wald sehr rar geworden und keiner suchte mehr richtig. Und so verkündete der Mann, er würde jeden Affen für 25 $ kaufen! Es war schon sehr schwierig einen Affen zu erwischen!

    6) Darum sagte der Mann, er kaufe jetzt jeden Affen für 50 $!! Aber da er geschäftlich in die Stadt müsse, wird ihn sein Assistent vertreten.

    7) Als der Mann dann weg war, sagte der Assistent zu den Dorfbewohnern: "Seht ihr die ganzen Affen hier im Käfig, die der Mann kaufte? Ich verkaufe sie euch für 35 $ und wenn der Mann morgen aus der Stadt kommt, könnt ihr ihm die Affen für die 50 $ verkaufen. Super, oder?"

    8) Die Dorfbewohner brachten daraufhin alles Geld, alles Ersparte und kauften alle Affen für 35 $.

    9) Nach diesem Geschäft haben die Dorfbewohner nie mehr wieder einen von den zwei Männern gesehen. Nur die ganzen Affen waren wieder dort, wo sie am Anfang waren!

  11. Nach oben    #11

    30 Jahre alt
    aus Wilhelmshaven
    103 Beiträge seit 01/2009
    sehr gute geschichte.



    Das ist ein Eiskaffee in der Innenstadt. Dort gibt es Eis zu kaufen. Im Cafe gibt es 3 Tische an denen immer auf den Stühlen Plastikpinguine von einer Werbefirma sitzen. Der man portioniert das Eis nicht mit einem Eisportionierer sondern mit der Hand. Die Laufkundschaft läuft am Laden in der Innenstadt immer vorbei und kauft nix. Trotzdem ist der Eisverkäufer glücklich und freut sich. Warum ?
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    -????

    ......... weil er einen an der Waffel hat.

  12. Nach oben    #12

    35 Jahre alt
    aus spaß hau ich jetzt mal den kopp auf die tastatur: mhjnb
    520 Beiträge seit 04/2003
    esw sieht alles gar nicht so schlecht aus: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,604492,00.html

    jetzt kann man nur noch hoffen, dass die usa ihren laden nicht mehr flott kriegen und alles mit sich endgultig runterreisst. und dann können wir vielleicht mal wieder endlich ganz realistisch darüber reden, was passiert, wenn wir den kapitalismus endlich wieder los sind.

    da kann man dann nur noch hoffen, dass sich mit einem zusammenbruch etwas fortschrittlicheres entwickeln würde, wie z.b. der communismus, anstatt, dass reaktionäre krisenlösungen wieder in die barbarei münden. hoffnung und bangen liegen hier nah beieinander.

  13. Nach oben    #13
    vip:oxy
    34 Jahre alt
    aus giebig kotzen
    3.204 Beiträge seit 04/2003
    aber im endeffekt profitieren doch nur die, die das neue geld in umlauf bringen?

    außerdme kann man so hohe schulden doch eh nieeemals wieder tilgen... ist dieser teufelskreis nicht total sinnlos?

    also ich versteh diese geld-politik nicht. alles krank... von irgendwelchen menschenhassern erfunden ^^

  14. Nach oben    #14

    34 Jahre alt
    aus Koks
    1.732 Beiträge seit 12/2003
    Zitat Zitat von channel
    ...etwas fortschrittlicheres entwickeln würde, wie z.b. der communismus...
    Ein Hamster würde nach dem zweiten Schlag nicht mehr in den unter Strom stehenden Muffin beißen. Warum sollte der neuerliche Versuch gelingen?

  15. Nach oben    #15

    35 Jahre alt
    aus spaß hau ich jetzt mal den kopp auf die tastatur: mhjnb
    520 Beiträge seit 04/2003
    nein, niemand hat ihn erfunden und keiner hält "die fäden in der hand" der kapitalismus ist ein apersonales herrschaftssystem. er folgt in seinen entwicklungen einer eigendynamik und seine personalen repräsentanten haben nur struktur-funktionelle rollen inne. nur der "kleine mann" versteht das nicht, ist ja auch klar, weil offensichtlich darstellen tut sich sowas nicht, sondern ergibt sich nur aus der analyse. deshalb entwickeln sich ideologien von links bis rechts über die extremistische mitte, dass irgendjemand ja bestimmt schuld hat und fetischhaft wird sich dann an der problemstellung abgearbeitet, die da ausgemacht wurde. bis zur nächsten verschwörungstheorie...

    p.s.:@anduril: du sollst staatskommunisten, realsozialisten, stalinisten, leninisten und andere linke, marx-versteher, weltverbesserer und sonstige nicht mit (c)ommunisten im eigentlichen sinne verwechseln, sondern lieber mal marx, adorno, poulantzas u.a. lesen und dich selbst überzeugen wovon eigentlich immer die rede ist, wenn DU kommunistIn sagst.

  16. Nach oben    #16
    vip:oxy
    34 Jahre alt
    aus giebig kotzen
    3.204 Beiträge seit 04/2003
    Zitat Zitat von channel
    nein, niemand hat ihn erfunden und keiner hält "die fäden in der hand" der kapitalismus ist ein apersonales herrschaftssystem. er folgt in seinen entwicklungen einer eigendynamik und seine personalen repräsentanten haben nur struktur-funktionelle rollen inne. nur der "kleine mann" versteht das nicht, ist ja auch klar, weil offensichtlich darstellen tut sich sowas nicht, sondern ergibt sich nur aus der analyse. deshalb entwickeln sich ideologien von links bis rechts über die extremistische mitte, dass irgendjemand ja bestimmt schuld hat und fetischhaft wird sich dann an der problemstellung abgearbeitet, die da ausgemacht wurde. bis zur nächsten verschwörungstheorie...
    aber die ganze sache würd doch kein eigenleben haben, wenn wir es nicht am laufen halten würden?
    oder wie oder was? also ich hab da echt null plan. ich finds einfach unnötig, krank, unnatürlich, entfremdend und ähm mehr adjektive kenne ich nicht...

  17. Nach oben    #17

    30 Jahre alt
    aus Wilhelmshaven
    103 Beiträge seit 01/2009
    ich sehs schon wieder- die Millionen kriegen die Komunen- dann werden Schulen, Sportplätze, Strassen und Blumenbeete aufgemotzt. Toll, anstatt mal ein junges Unternehmen zu fördern- das in Zukunft Arbeitsplätze sichert.
    Das Geld ist dann nämlich weg, wir haben Schnick-Schnack und keine Arbeitsplätze - KfW- Förderkredite, Kredite von Raifeissen-Volksbank, Sparkasse die wollen nur Leute- die schon jahrelang erfolgreich unterwegs sind. Ich hatte ein gutes Konzept- geprüft von Experten- da geht nix.

  18. Nach oben    #18

    35 Jahre alt
    aus spaß hau ich jetzt mal den kopp auf die tastatur: mhjnb
    520 Beiträge seit 04/2003
    @crack bitch: das hast du sehr richtig erkannt. denn eins ist klar, das system ist von menschen gemacht. reale handlungen produzieren reale verhältnisse und sie sind aber demzufolge auch kein naturzustand oder durch irgendeinen gott aufoktroyiert, sondern in der konsequenz: auch von menschen abschaffbar.

    nur eines ist auch klar, um mal wieder marx zu zitieren: "der kapitalismus vollzieht sich hinter dem rücken der akteure". damit ist gemeint, dass wir niemals einfach nach dem ursache-wirkung-prinzip die konsequenzen unseres handelns überblicken können und uns dem entziehen könnten.kapitalismus ist totalitär, er erfasst alle lebensbereiche und es gibt kein richtiges leben im falschen. sondern es ist wie bei den "geistern die ich rief und die ich nun nicht los werde". das übergeordnete prinzip des kapitalistischen wirtschaftens hält uns heute in zwangverhältnissen, denen wir uns beugen müssen, die aber auch von menschen selbst erschaffen wurden, obwohl der technische fortschritt mit einer vernünftigeren organisation schon längst vielmehr wohlstand für alle und weniger arbeit ermöglichen könnte.

  19. Nach oben    #19

    34 Jahre alt
    aus Koks
    1.732 Beiträge seit 12/2003
    Um es zu verkürzen, könntest du auch einfach in wenigen Sätzen zusammenfassen, was DU unter "Kommunismus" verstehst.

  20. Nach oben    #20

    30 Jahre alt
    aus Wilhelmshaven
    103 Beiträge seit 01/2009
    Vasse das morgen mal zusammen- die fragen wurden noch keine Meinungen zu geschrieben : Wer profitier/tut es der Sparkasse weh, wenn Kredit putsch.... mach ich morgen

  21. Nach oben    #21

    36 Jahre alt
    aus Desoxyribonukleinsäure
    1.888 Beiträge seit 09/2001
    ich fand das ursprüngliche thema eigentlich auch sehr spannend... kein plan, wieso es hier jetz plötzlich um ko(mm)unismus geht?!

  22. Nach oben    #22

    35 Jahre alt
    aus spaß hau ich jetzt mal den kopp auf die tastatur: mhjnb
    520 Beiträge seit 04/2003
    um mal wieder zum thema zurück zu kommen: ja ich weiß ja auch nicht, was du willst, kebap, aber ich habe zu dem thema mich hier mal wieder lang und breit und ausführlich geäußert. dabei hab ich wenn auch nur grob und oberflächlich angedeutet, dass der kapitalismus als gesamtprozess schon ein ziemlicher irrsinn ist, wenn du ihn auf die zirkulationsprozesse untersuchst, auf denen er beruht.

    über was sollte man in der konsequenz denn dann noch reden, wenn nicht über alternativen und die mittel und wege, ihn so schnell wie möglich loszuwerden

    hier noch lesen und bilden, gut!:
    http://www.exit-online.org/
    http://www.krisis.org/
    http://wkl.50webs.org/

    @patrick:und zu deiner frage; was für eine komische frage. natürlich profitiert in krisenzeiten niemand vom kapitalismus. in krisenzeiten profitiert keiner und die verluste werden nach möglichkeit auf die abgewälzt, welche weniger wichtig sind: arbeitnehmer und vor allem arbeitslose. arbeitslose sind einfach nur überflüssig und nüchtern betrachtet nichts wert und nur ein problem. arbeitnehmer sind die breite masse, sie konsumieren, sind dementsprechend schon wichtig. aber am allerwichtigsten ist es, dass diese konsumenten ihre jobs behalten, weil sie sonst nicht mehr konsumieren können, sondern im gegenteil: kosten. wenn du nun die banken nicht rettest gerät der oben beschriebene zirkulationskreislauf ins stocken, keiner investiert mehr, die banken gehen ein, daraufhin die firmen, daraufhin die jobs.

    wie läufts also? in krisenzeiten kriegen die banken und die firmen alles geld was sie brauchen, damit sie nicht pleite gehen und alle vor die tür setzen. die firmen schmeißen dafür dann nur die hälfte raus und der anderen kürzen sie massiv gehalt, damit sie noch etwas einsparen. die gewerkschaft findet das gut, hauptsache arbeit.arbeitnehmerrechte werden abgebaut. das ist nicht ungerecht, sondern notwendig und logisch, wenn du den kapitalismus am leben erhalten willst."rettungspakete" für den bürger nutzen unserer bestehenden gesellschaft einen dreck. ohne banken und konzerne geht alles ein. also aufhören mit dem gejammer und weg damit, wäre die konsequenz.
    in zeiten von hohen wachstumsraten und guter auftragslage wird die freie marktwirtschaft als das alleheilmittel für wohlstand angepriesen und noch mehr liberalisierung wird gefordert, worin dann ebenfalls die arbeitnehmer die leidtragenden sind: denn liberalisierung (in verbindung mit standortnationalismus) bedeutet dort vor allem bedingungsloserer überlebenskampf auf dem arbeitsmarkt. das sieht man an den ausgehebelten tarifrechtsbedingungen, der niedriglohnbranche, der zeitarbeit und der sinkenden reallöhne in den vergangenen zehn jahren mit vergleichweise hoher prosperität.

    in einem fall profitieren die einen und im anderen fall nicht. wer allerdings mal mehr und mal weniger verliert, jedoch im prinzip immer der dumme ist, ist an dieser stelle klar.

  23. Nach oben    #23
    vip:oxy Avatar von Overkill
    aus over:kill wird killy der scape:goat
    6.706 Beiträge seit 12/2001
    Und wer mal etwas anderes als kommunistische Kampfschriften lesen möchte:
    http://www.ef-magazin.de
    http://www.liberalismus.at
    http://www.mehr-freiheit.de

    Buchempfehlungen wären auch:
    Ederer, Günter, Die Sehnsucht nach einer verlogenen Welt. Unsere Angst vor Freiheit, Markt und Eigenverantwortung. Über Gutmenschen und andere Scheinheilige, München 2002.

    Friedman, Milton, Kapitalismus und Freiheit, 3. Auflage, München 2006.

    Baader, Roland, Das Kapital am Pranger. Ein Kompaß durch den politischen Begriffsnebel, Gräfelfing 2005.

    Um mal so ein bisschen Klarheit darüber zu schaffen, was "Kapitalismus" außerhalb marxistischer Dogmen denn eigentlich ist.

  24. Nach oben    #24

    30 Jahre alt
    aus Wilhelmshaven
    103 Beiträge seit 01/2009
    habe heute die Wirtschaftswoche gelesen 60 Jahre BRD- interessant zu lesen- im Vergleich zu 1955 oder 1970 geht es uns heute gut- besser als damals. Ein 1955er kommt auf ein Million Euro, wir 1980 rum 2 Millionen und wer heute geboren wird 4 Millionen an Lebensverdienst. Naja Strassen, Autobahnen waren früher ja auch nicht so gut ausgebaut und der Hit- wie heute sogesehen wurde jeder reicher weil autobahnen besser sind aber wem nützt das- wie will man das für sich anerkennen - jo ich habe bessere autobahnen für mich- naja. Was ich ganz gut fand: macht Geld glücklich ? Heute voll gut:
    in einem gemieteten Haus /Wohnung lebt es sich genau so gut wie in der eigenen Wohung. Auto kann auch fast jeder leasen... interessant die Sonderausgabe der Wirtschaftswoche... mal lesen und kaufen.

  25. Nach oben    #25

    36 Jahre alt
    aus Desoxyribonukleinsäure
    1.888 Beiträge seit 09/2001
    Es war einmal ein Wandersmann, der hatte 1000 Euro Bares im Rucksack. Weil er Angst hatte, ausgeraubt zu werden, fragte er seinen Gastwirt, ob dieser das viele Geld sicher für ihn aufbewahren könne. Zinsen wollte er keine haben, er wollte nur das Geld bei seiner Rückkehr in drei Monaten sicher zurückhaben. Der Wirt willigte ein und versteckte den 1000-Euro-Schein in einem Geheimfach.
    Von diesem Gespräch hatte der Kürschner mitbekommen. Er fragte deshalb den Wirt: “Deine Frau war doch immer so scharf auf einen Pelzmantel, den kannst du ihr doch jetzt damit kaufen.” “Aber ich muss das Geld doch wieder zurückgeben, ich kann doch damit nicht deinen Pelzmantel bezahlen!” antwortete der Wirt. “Den bekommst du schon rechtzeitig zurück“, versprach der Kürschner und beide wurden sich einig.
    Nachdem der Wirt den Pelzmantel bezahlt hatte, ließ der Kürschner seine Werkstatt gründlich renovieren. Nachdem er die Handwerker und das Baumaterial bezahlt hatte, veranstaltete der Gastwirt ein frohes Fest. Die Handwerker haben dort kräftig gezecht und den größten Teil ihres Lohnes versoffen. Anschließend hatte der Gastwirt mehr als 1000 Euro Kleingeld in der Kasse und wechselte damit den 1000 Euro-Schein vom Kürschner zurück.
    Nach drei Monaten kam der Wandersmann in das Dorf zurück. Der Gastwirt präsentierte ihm sofort den immer noch fast druckfrischen Geldschein, aber der ursprüngliche Besitzer wollte ihn gar nicht zurück haben. “Es gibt draußen nämlich gar keine 1000-Euro-Scheine, das ist Falschgeld”, sagte er und riss den Tausender kaputt.

  26. Nach oben    #26

    35 Jahre alt
    aus spaß hau ich jetzt mal den kopp auf die tastatur: mhjnb
    520 Beiträge seit 04/2003
    wenn ich das jetzt richtig übersetzen tu, dann versuchst du uns jetzt quasi weiszumachen, dass der "falsche tausender" quasi die faulen kredite darstellen, ja? nur im gegensatz zum wirt macht die bank nichts anderes ausßer geld verleihen und sie hat deshalb auch kein zweites standbein in form von saufenden arbeitern, die ihr alles wieder reinholen.
    und die realwirtschaft, also die industrie kann sich auch kein geld selbst erfinden, das wären dann genauso faule kredite, wie sie sie von der bank letzten endes bekommen hat.

    und wenn der reisende die bank darstellen soll, so trifft es nicht ganz den kern der sache: denn dann wäre um es mal realistisch abzubilden so ziemlich jeder geldschein, der in diesem dorf die letzten 30 jahre rumgegangen ist eine blüte gewesen und an jenem tag hätten sie das quasi alle gleichzeitig gemerkt, ihre gesamte kohle im wahrsten sinne des wortes nur noch zum heizen verwenden können und wären samtlichst pleite gegangen... . aber eine nette story, trotzdem.

    @overkill: erklär doch mal bitte, was "kapitalismus außerhalb marxistischer dogmen" (bitte aufzeigen, wo die bei mir liegen. ich bin nicht mal marxist) sein soll. ich nehm mal an, du hast die ganzen schlauen bücher gelesen. ich bin wirklich erpicht drauf, wie du ausgerechnet mit milton friedman die krise bewältigen willst

  27. Nach oben    #27

    36 Jahre alt
    aus Desoxyribonukleinsäure
    1.888 Beiträge seit 09/2001
    Zitat Zitat von channel
    wenn ich das jetzt richtig übersetzen tu, dann versuchst du uns jetzt quasi weiszumachen, dass der "falsche tausender" quasi die faulen kredite darstellen, ja?
    Nein.

  28. Nach oben    #28
    Avatar von AvengerOfJeanny
    34 Jahre alt
    aus zeit // Freiheit für H3Nn355Y !
    1.685 Beiträge seit 09/2001
    Danke
    1
    10 jahre später huh ?
    neuer rekord

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